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  • Rezension: No Man´s Sky

    Rezension: No Man´s Sky

    Mit „No Man´s Sky“ hat der britische Publisher „Hello Games“ ein Spiel herausgebracht, welches dem Spieler die Möglichkeit gibt, sich eine Existenz als Raumfahrer in einem fiktiven Universum aufzubauen.

    Vorweg sei gesagt, dass dieses Spiel eigentlich gar nicht in einer kurzen Rezension wirklich beurteilt werden kann. Die große Handlungsfreiheit gibt dem Spieler viele Möglichkeiten dieses Spiel auf seine ganz eigene Weise zu spielen. Je nach dem, welchen Weg man wählt, so fallen zahlreiche Vor- und Nachteile in der Spielmechanik und der Erzählwelt auf.

    Die technische Umsetzung ist hervorragend gelungen und durch die zahlreichen kostenlos erhältlichen Modifikationen (Mods) aus der Fangemeinschaft lässt sich das Spiel nach spezifischen individuellen Bedürfnissen anpassen.

    Nun zum Spiel: Alles beginnt damit, dass der Spieler auf einem unbekannten Planeten aufwacht. Er steckt in einem Raumanzug, der ihn vor der Atmosphäre schützt und hat ein Werkzeug dabei, mit welchen er Rohstoffe und Materialien sammeln kann, welche sich dann zum Bau einer kleinen Auswahl an Ausrüstungsgegenständen nutzen lässt. Die im Anzug verbauten Sensoren zeigen in der näheren Umgebung die Präsenz eines kleinen Raumschiffes an, welches mit dem Spieler verbunden zu sein scheint.

    Doch das ist alles, was der Spieler zunächst erfährt. Deswegen gilt es, die Umgebung zu erkunden und nach interessanten Orten zu suchen. Und damit beginnt die Reise.

    Der Spieler gelangt an verschiedene Orte, darunter Planeten, Raumstationen oder riesige Raumschiffflotten diverser Alienspezies.

    Auf dem Weg „die Wahrheit über das Universum“ zu erkunden, bieten sich dem Spieler viele Möglichkeiten. So kann man sich als Händler eine Existenz aufbauen und Geld damit verdienen Rohstoffe, Waren oder Artefakte zu verkaufen. Der Spieler hat auch die Möglichkeit auf den Planeten Knochen auszugraben, diese zu Exponaten zusammenstellen und dann entweder verkaufen oder selbst ausstellen. Auch bietet sich an, aus den gesammelten Rohstoffen und Pflanzen hochwertige Komponenten zu fertigen und diese zu verkaufen.

    Geld spielt eine wesentliche Rolle. Die Währung wird „Units“ genannt und kommt bei fast allen Transaktionen zur Anwendung. Der Spieler kann damit z.B. Rohstoffe, Raumschiffe und Waren kaufen.

    Der Bau von Raumschiffen macht besonders viel Spaß, denn durch die Vielzahl an Komponenten sind interessante Designs möglich. Durch Upgrade-Module können die Raumschiffe in ihren Eigenschaften verbessert werden.

    Das wichtigste Werkzeug im Spiel ist das „Multitool“. Es kann als Waffe, Scanner und zum Bergbau eingesetzt werden. Im Wesentlichen erfüllt es die Aufgaben der aus Star-Trek bekannten Geräte Phaser und Tricorder.

    Auf dem Weg durch die Galaxie trifft der Spieler auf zahlreiche Vertreter von drei verschiedenen Alien-Spezies. Es gibt auch weitere außerirdische Wesen, aber diese treten nur selten in Erscheinung. Eigentlich ist der Begriff „außerirdisch“ hier gar nicht sinnvoll, denn eine „Erde“ und die sogenannten „Menschen“, existieren im Universum von „No Man´s Sky“ nicht. Der Spieler kann sich zwar einen Charakter erstellen, der wie ein Mensch wirkt, aber er ist dann auch in der Logik des Spiels eine Anomalie.

    Ich werde in weiteren Beiträgen auf spezifische Elemente des Spiels eingehen. Vorweg möchte ich sagen, dass dieses Spiel für mich eine der interessantesten Spielerfahrungen darstellt. Allerdings wurde es dann doch irgendwann zu einer Hassliebe…

    Alle Screenshots stammen aus der von mir genutzten Steam-Version (externer Link zur Steam-Seite des Spiels).